siggipix - siggiwalx - Sigrid Müller - Wandern im Sauerland, Westerwald, Eifel, Mosel, Rhein, Siegen-Wittgenstein, Ostwestfalen, Traumpfade, Traumschleifen, Lahn-Dill-Bergland, Ederbergland, Burgwald
  Traumpfad Koberner Burgpfad
 



Koberner Burgpfad - 15 km (verkürzt)
[September 2016]

An einem sonnigen und ziemlichem warmem September-Tag, wie es sie in diesem Jahr zur Genüge gibt, geht es los nach Kobern-Gondorf. Der Startpunkt an der Straße Mühlengraben ist schnell gefunden. Parkmöglichkeiten gibt es nicht sehr viele, aber da wir früh dran sind, steht erst ein Auto dort.
 
Durch das Eingangsportal werden wir automatisch in die Richtung mit dem Uhrzeiger geleitetet, so dass man die Tour gar nicht versehentlich falsch herum starten kann. Es geht direkt aufwärts auf schmalen Pfaden, die sich serpentinenartig den Hang hoch schlängeln. Nach wenigen hundert Metern stehen wir an der Schutzmantel-Madonna und können die erste schöne Sicht auf Kobern-Gondorf, Dieblich und dazwischen die Mosel genießen. Es geht weiter kurz über eine Asphaltstraße und auf den nächsten Pfad. Dieser führt uns nun über 1 km auf schmalem Pfad am Hang entlang. Zwischendurch gibt es immer wieder schöne Aussichten zwischen den Bäumen hindurch zu sehen. Auf diesem Stück ist an einigen Stellen Trittsicherheit gefragt, denn hin und wieder gibt es felsige Passagen und zudem ist der Weg recht abschüssig und geht etwas schräg zum Hang weg. Nach insgesamt 1,7 km erreichen wir eine Rastbank. Ab jetzt kommen Nörgler auch auf ihre Kosten, müssen wir unsere armen Füßchen doch glatt für die nächsten 500 m über einen Asphaltweg bergauf quälen. Ist das etwa Traumpfade-Niveau? - Geht ja gar nicht. Leute, hört auf, rumzumeckern. Ist ja gleich vorbei und man kann ja auch nicht überall mal eben einen neuen Pfad irgendwo hinkloppen, nur weil manche Wanderer ein bisschen zu verwöhnt sind. Wir gehen also - ohne Gemecker - den Asphaltweg hinauf und werden schließlich über Wiesenwege zum Backesberg geleitet. Hier wandern wir durch Weinberge und haben schöne Aussichten auf die Mosel und die Schleuse bei Lehmen. Wir erkennen die Mönch-Felix-Hütte und den Felsvorsprung, auf dem sich die Hitzley befindet, auf der anderen Mosel-Seite. Beides haben wir im Rahmen unserer Wanderung auf dem Schwalberstieg vor einigen Monaten erkundet.
 
Von den Weinbergen geht es abwärts. Der Koberner Burgpfad führt uns an der Gerlachsmühle vorbei und von dort ins Keverbachtal. Durch dieses Tal geht es nun für die nächsten 2,5 km, immer wieder auf schönen schmalen Pfaden am Keverbach entlang. Zwischendurch überqueren wir den Bach über Stege. Mitten im Tal nutzen wir eine Rastbank für unsere erste kleine Pause. Hier unten im Schatten ist es noch ziemlich kühl, während oben auf den Feldern die Sonne steht und schon ordentlich wärmt.
 
Aus dem Tal folgt ein knackiger Aufstieg, der uns aus dem Wald hinausführt und auf einem Wiesenweg zwischen Maisfeldern hindurch. Wir kommen am Scheidterhof vorbei und haben von nun an erst einmal nur offene Passagen vor uns, die uns für die nächsten gut 3 km durch das Maifeld führen. Durch Wiesen und Felder geht es, während uns die Sonne auf den Kopf scheint. Zum Glück ist der Himmel nicht ganz wolkenfrei und die Wärme noch erträglich, obwohl Temperaturen um 28 Grad absolut nicht mein Ding sind. Die offene Passage ist nach dem langen Waldstück im Tal eine schöne Abwechselung, aber nach Passieren des Eulingerhof ertappen wir uns doch bei dem Gedanken bzw. der Frage, wann es denn wohl mal endlich wieder in den Wald geht. Und da dauert es dann auch nicht mehr lange. Nach insgesamt 10 km erreichen wir einen Rastplatz mit Sitzmöglichkeiten und Tisch. Hier pausieren wir kurz im Schatten und lassen den Blick noch einmal über die Felder schweifen. Nun geht es leicht abwärts in den Wald hinein.
 
Wir überqueren den Hohesteinsbach, den wir nur hören, aber nicht sehen können, weil er wohl unter dem Schotterweg hindurchgeleitet wird und man durch das dich bewachsene Ufer nichts erkennen kann. Das muntere Plätschern ist aber nicht zu überhören. An der nächsten Kreuzung, biegt der Traumpfad nach links ab. Wir gehen aber nach rechts, da wir ein bisschen verkürzen möchten. Wir folgen einem breiten Schotterweg, der rechts vom Hohesteinsbach und links von Felswänden begleitet wird. 700 m später stoßen wir an einer Weggabelung dann auch schon wieder mit dem Koberner Burgpfad zusammen. Wenige Meter später gesellt sich noch der Tatzelwurmweg dazu, der uns für den Rest unserer begleiten wird. Es folgen zwei schöne Rastplätze am Hohesteinsbach, wo man es sich noch einmal so richtig gemütlich machen kann im kühlen Schatten. Wir gehen aber weiter und folgen dem Burgpfad auf den Pirschpfad des Tatzelwurmwegs. Dieser Pfad schlängelt sich schmal am Hang entlang, immer leicht steigend. Nach 12,8 km kommen wir in einer Wegkehre an einer Tatzelwurmbank vorbei, die uns schöne Aussicht auf die Koberner Weinberge, die Mosel und Dieblich bietet. Hier setzen wir uns kurz, um die Aussicht zu genießen und unseren letzten Proviant zu futtern.
 
Weiter geht es noch wenige hundert Meter und schon haben wir die Matthiaskapelle erreicht. Hier bietet sich eine herrliche Sicht und wir erkennen unter uns die Ruine der Niederburg, an der wir später noch vorbeikommen werden. Unterhalb der Matthiaskapelle läd eine Liegebank an den Weinbergen zu einer Pause ein und so machen wir es uns noch ein letztes Mal gemütlich, bevor es an den Abstieg geht. Wir sind schließlich nur noch ein paar hundert Meter von unserem Auto entfernt, da darf man schon mal rumklüngeln und die letzte tolle Sicht genießen.
 
Abwärts geht es dann über den Kreuzweg, der teilweise etwas steil und steinig verläuft. An der Niederburg verlassen wir den Weg kurz, um einen kleinen Abstecher zur Ruine zu machen. Wo man hier genau langgeht, kann man variieren, je nach dem, wo man sich umschauen möchte. Unterhalb der Niederburg gibt es noch einen kleinen Klettersteig, der zum Tatzelwurmweg gehört. Dieser Klettersteig ist aber wegen Restaurierungsarbeiten an der Ruine derzeitig gesperrt. Schade, schade.....
 
Nach knapp 15 km und fast 6 Stunden erreichen wir den Parkplatz wieder. Durch unsere Abkürzung haben wir ca. 3 km des Koberner Burgpfads gespart. Ich gehe davon aus, dass dieses fehlende Stück für mich auch noch machbar gewesen wäre, aber auf Grund der Wärme und auch auf Grund unserer langen Anfahrt (210 km) war die Wanderung in diesem Rahmen absolut ausreichend.
 
Der Koberner Burgpfad wird von den Betreibern der Traumpfade als "schwer" eingestuft, was wohl hauptsächlich auf die Länge der Strecke zurückzuführen ist. An einigen Stellen ist Trittsicherheit gefragt. Man sollte unbedingt festes Schuhwerk tragen und auch Wanderstöcke können sehr hilfreich sein. Bei Eis und Schnee ist die Strecke nicht zu empfehlen. Auch bei nassem Wetter können die Hangwege rutschig sein und erfordern besondere Vorsicht.
 
Und wer die tolle Aussicht an der Matthiaskapelle genießen und die Burgruine erkunden möchte, ohne eine so lange Strecke zu gehen, kann ja auch immer noch den Tatzelwurmweg in Angriff nehmen. Vielleicht schauen wir uns den demnächst auch mal an.
 








Der Aufstieg über die Hangwege ist abwechselungsreich, so dass die Steigung angenehm ist.









Erste Aussichten









Herbstlich
















Anton am Weinberg









Aussicht auf die Schleuse Lehmen. Hinter dem Bergvorsprung links befindet sich der Aussichtspunkt Hitzley auf dem Traumpfad Schwalberstieg.









Ranger Ralf im Wein









Aussicht bis weit in die Eifel









Im Keverbachtal









Im Maifeld geht es durch weite Felder...









Abkürzungsstrecke









Rastplatz am Tatzelwurmweg









Aussicht zwischen den Bäumen am Hang hindurch









Bereits jetzt sehen einige Passagen sehr herbstlich aus.









Aussicht von der Matthiaskapelle









Anton an der Matthiaskapelle









Dieses Foto macht wohl jeder









Aussicht vom Felsweg zur Niederburg









Kleiner Wanderer







 
   
 
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