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  Themenweg Siedlinghausen Negertal Hoher Hagen
 



Themenweg Siedlinghausen:
Vom Negertal zum Hohen Hagen - 14,5 km

[Dezember 2016]


Unsere Wanderung auf dem Themenweg starten wir in der Ortsmitte von Siedlinghausen. Eigentlicher Startpunkt ist am Eschenplatz. Wir wählen aber den erstbesten Parkplatz an der Durchgangsstraße, direkt vor einigen Geschäften und einer Volksbank. Von hier aus gehen wir ein Stück an der Hauptstraße entlang und befinden uns hier auch schon auf dem durchgänging mit einem "T" markierten Rundweg. Wir wandern die Strecke in Richtung gegen den Uhrzeiger.

Zunächst geht es kurz an der Hautpstraße entlang. Wir biegen links ab in die Straße "In den Zäunen". Hier beginnt der Aufstieg. Es geht vorbei am Friedhof und schon bald haben wir die letzten Häuser des Ortes hinter uns gelassen. Wir wandern nun auf dem Kreuzweg. Nicht steil, wie man es sonst von Kreuzwegen kennt, sondern gut zu schaffen, gewinnen wir immer mehr und mehr an Höhe und haben nach dem ersten Kilometer schon schöne Aussichten auf Siedlinghausen, Silbach und den Meisterstein und Hillkopf.

Nach 1,5 km und der 10. Kreuzwegstation erreichen wir den "Röbbeken". Eine Infotafel auf einem Stein klärt uns darüber auf, dass hier positive Erdstrahlen das Wohlbefinden steigern sollen. Ob es klappt? So genau beurteilen kann ich das nicht, denn durch das tolle Wetter und die herrliche Gegend ist mein Wohlbefinden eigentlich schon gesteigert genug.

Wir wandern vorbei an einer SGV-Hütte und der Kapelle Maria zur Gilgegaike, wo der Kreuzweg endet. Ab hier tauchen wir in den Wald ein. Durch dichte Tannen geht es weiter aufwärts. Nach 3,2 km biegen wir rechts ab und der Weg wird offener, die Aussicht weiter. Es ist nicht mehr weit und ca. 1 km später erreichen wir St. Blasius, einen der ältesten Bildstöcke in dieser Gegend. Wir machen eine kleine Pause an der dortige Sitzgruppe. Mehrere verschiedene Wege laufen hier an der großen Kreuzung zusammen. Man kann z. B. nach Silbach oder Niedersfeld weitergehen. Wir aber halten uns zwei mal links und gelangen auf einen Wiesenweg, der uns noch einmal ein Stück aufwärts führt. Nach knapp 5 km stehen wir auf dem Wiesenweg und können weit über das umliegende Sauerland schauen. In der Ferne sehen wir den Stüppelturm oberhalb vom Fort Fun. Die wesentliche Steigung haben wir nun hinter uns.

Der Weg führt nun über 3 km relativ schnurstracks geradeaus über den Sattel des Hohen Hagen. Mal geht es über Forstwege, aber auch mal über breite Pfade, die von großen, jetzt geforerenen Pfützen durchzogen sind. Bei Regen oder Tauwetter kann diese Passage schlecht zu begehen sein. Heute aber scheint die Sonne durch die dichten Tannen und spiegelt sich auf dem Eisfilm der Pfützen.

Nach 7 km weist die Markierung nach links auf einen Wiesenpfad. Wir aber gehen geradeaus weiter, um einen Abstecher zum Vierländereck zu machen. Recht unspektakulär steht der große Stein abseits des Hauptweges mitten im Wald. Hier treffen die Grenzen von Siedlinghausen, Niedersfeld, Wiemeringhausen und Brunskappel zusammen. Vorgesehen ist wohl, dass man nach diesem Abstecher die 200 m zum Hauptweg zurückgeht. Wir aber biegen links auf einen kaum noch vorhandenen zugewucherten Weg ab, der uns ebenfalls 200 m später wieder auf unsere Tour bringt. Nun folgt der Abstieg in Richtung Brunskappel. Nach 8,8 km gelangen wir an eine Kreuzung, auf der wir keine Markierung ausmachen können. Glücklicherweise hilft der Blick auf den GPS-Track weiter, die richtige Abbiegung zu wählen. An der nächsten Gabelung dann leichte Verwirrung. Mein GPS-Track möchte weiter abwärts nach links, die Markierung aufwärts nach rechts. Wir wählen die Variante abwärts gemäß GPS-Track. Das ist anscheinend auch richtig, denn wenig später an der nächsten Kreuzung sehen wir das T wieder.

Nach 9,5 km verlassen wir den Wald und wandern über Wiesenwege nach Brunskappel. Wir überqueren die Hauptstraße und die Neger über eine kleine Brücke. Nun verlassen wir den Ort wieder und gelangen auf den Negertalweg. Der Einstieg dorthin ist etwas kurios gestaltet; es geht durch ein Gatter auf eine Weide, dort am Zaun entlang und durch ein weiteres Gatter wieder von der Weide runter. Ein Hinweisschild sagt, dass Radfahren hier verboten ist. Allerdings wüsste ich auch nicht, wie man mit einem Fahrrad das Gatter durchqueren sollte. Das ist nämlich so eng gestaltet, dass ich gerantiert steckengeblieben wäre, wenn ich auch nur einen einzigen Keks mehr unterweges gegessen hätte. Mit Fahrrard keine Chance. Einen Hinweis, Hunde anzuleinen gibt es hier übrigens nicht. Da man ja anscheinend eine Weide quert, wäre das aber sicherlich sinnvoll. Ob hier noch Weidevieh zu entsprechenden Jahreszeiten anzutreffen ist, weiß ich nicht.

Weiter geht es über einen schmalen, kurzen Weg am Hang entlang hinunter auf Höhe der Neger. Hier dürfte bei Nässe und Regen der Boden ebenfalls ziemlich aufgeweicht sein.

Wir gelangen auf einen Waldweg, der uns vorbei an einer Grabstätte im Wald führt. Kurz noch durch offene Wiesenwege erreichen wir schließlich wieder Siedlinghausen. Bei warmen Wetter im Sommer ist hier ein schöner Abschluss am Tretbecken möglich, wo uns die Strecke direkt dran vorbei führt.

Der Themenweg Siedlinghausen hat mich positiv überrascht und mir deshalb sehr gut gefallen. Die Strecke ist sehr abwechselungsreich: Mal offen, mal durch Wald, feste Wege und auch mal Pfade, weite Sichten und dichter Tannenwald. Rastmöglichkeiten gibt es immer wieder.

Wer die Strecke wie vorgegeben gegen den Uhrzeiger geht, hat den Vorteil, nach ca. 5 km die wesentliche Steigung hinter sich zu haben. Der Aufstieg ist nicht steil und gut zu schaffen. In der anderen Richtung könnte sich der Aufstieg zum Hohen Hagen etwas hinziehen.

Bei Nässe, Regen und Tauwetter können einige Passagen sehr aufgeweicht sein. Es empfiehlt sich, die Strecke bei trockenem Wetter zu wandern oder bei Frost, wenn die Wege festgeforen sind.

Wenn man den Abstieg vom Hohen Hagen hinter sich hat, besteht nach 9,5 km die Möglichkeit, die Strecke abzukürzen und über den A8 direkt zurück nach Siedlinghausen zu gehen. Die Strecke verkürzt sich dann auf ca. 11 km. Diese Abkürzungsstrecke kann man auch nutzen, um sich einen kleinen Rundweg im Negertal zwischen Siedlinghausen und Brunskappel zu basteln. Aber am schönsten ist es natürlich, wenn man die Strecke so geht, wie sie vorgesehen ist. Es lohnt sich!











Aussicht auf Siedlinghausen mit dem Käppelchen und seinem Kreuz rechts hinten im Bild.









Blick zum Meisterstein









Kapelle









Waldweg aufwärts









Bildstock St. Blasius









Rastplatz am Bildstock mit Sitzgruppe und Schutzhütte (nicht zu sehen auf dem Foto)









Pfad mit schöner Aussicht bis zum
Stüppelturm









Feuchte Wegpassage am Hohen Hagen









Lichtschneise









Vierländereck: Siedlinghausen, Wiemeringhausen, Niedersfeld und Brunskappel
















Waldweg abwärts
















Schloss Brunskappel und die Neger









Durch dieses Tor geht es über eine Weide









Bei dem schmalen Durchgang ist Baueinziehen angesagt








Negertalweg am Hang oberhalb der Neger









Gedenkstätte im Wald









Negertalweg zurück nach Siedlinghausen









Ankunft in Siedlinghausen






 

 
   
 
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