siggipix - siggiwalx - Sigrid Müller - Wandern im Sauerland, Westerwald, Eifel, Mosel, Rhein, Siegen-Wittgenstein, Ostwestfalen, Traumpfade, Traumschleifen, Lahn-Dill-Bergland, Ederbergland, Burgwald
  Traumschleife Elfenlay
 



Traumschleife Elfenlay ~ 10,04 km



Nach zwei TraumPFADEN war nun auch die erste TraumSCHLEIFE fällig. Ausgesucht haben wir uns die "Elfenlay" in Boppard, nicht allzu lang, aber mit knackigen Steigungen, die ordentlich an die Kondition gehen, wie wir später noch feststellen werden. Geparkt haben wir am großen Parkplatz an der Straße "Mühltal" in Boppard. Das Tagesticket kostet 4,00 €. Nach ein paar hundert Metern, die uns Wegweiser zum Entstieg in die Traumschleife führen, stellen wir fest, dass wir das Parken auch kostenlos hätten haben können. Durch die Unterführung gelangt man zu Privatparkplätzen, die aber an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen. Naja, auch nicht schlimm. Die Stadt Boppard freut sich über die kleine Spende, denn viel wird es heute nicht einzunehmen geben. Es ist bewölkt, soll später noch regnen und morgens sind wir das einzige Auto auf dem Parkplatz. 
 
Los geht es also durch zwei Unterführungen bis wir den Einstieg in die Traumschleife erreichen. Wir entscheiden uns, der vorgegebenen Richtung gegen den Uhrzeiger zu folgen, d. h. wir gehen hinter der Unterführung rechts parallel zu den Bahngleisen. Den Ort haben wir schnell hinter uns gelassen und nun geht es dirkt bergauf. Zunächst neben den Gleisen, dann serpentinenartig immer weiter nach oben. Die Traumschleifen haben pro Kilometer eine Markierung, damit man sehen kann, wie weit man schon gekommen ist bzw. wieviel man noch vor sich hat. Nach 1,5 km entschließe ich mich, dass es doch witzig wäre, pro Kilometermarke ein Selfie zu machen, und zwar abwechsend von Ralf, von mir und von uns beiden zusammen. Das setzen wir aber erst bei Kilometer 2 um, da wir keine Lust haben, noch mal zurückzugehen. Beim Aufstieg haben wir schon die ersten schönen Aussichten auf den Rhein sowie auf die Sesselbahn, die am "Nachbarberg" die Besucher zum Aussichtspunkt auf die Rheinschleife bringt. Nachdem wir die ersten Steigung hinter uns gebracht haben, erreichen wir den Namensgeber der Traumschleife, die Elfenlay. Ein Felsformation mit herrlicher Aussicht auf Boppard und den Rhein. Hier werden natürlich erst mal ausgiebig obligatorische Erinnerungsfotos geschossen, wobei ich Bammelbuchse mich schon schwer tue, überhaupt auf den Felsen rumzulaufen. Jeder andere kann da aber ganz normal drüber gehen. Weiter geht es dann auf einem schmalen Pfad erst mal bergab. Wir passieren Kilometer 2 und überqueren die Gleise der Hunsrückbahn, etwas später erreichen wir Kilometer 3. Wir wandern weiter bergab ins Mühltal, immer noch auf einem schmalen Pfad am Abhang entlang, der immer mehr an Höhe verliert, bis wir schließlich auf gleicher Höhe mit dem Mühltalbach wandern. Wir erreichen eine kleine Brücke, die nach rechts auf einen Wirtschaftsweg führt. Diese ignorieren wir aber und gehen geradeaus weiter. Hier erreichen wir Kilometer 4. Kurz danach erwartet uns ein knackiger Aufstieg. Über schmale Pfade geht es serpentinenartig bergauf. Der Untergrund wird immer felsiger und schließlich erreichen wir den ersten Aussichtspunkt auf die Gleise der Hunsrückbahn. Wie auch an allen anderen Aussichtspunkten hängt hier ein Fahrplan, damit der Wanderer weiß, wann er einen Zug zu Gesicht bekommt (und ggf. auch mitfotografieren kann). Wir gehen aber erst mal weiter, denn die Steigung wollen wir hinter uns bringen. Fast oben angekommen erreichen wir den nächsten Aussichtspunkt auf den Talbergtunnel. Wir legen eine kurze Pause ein und siehe da - die Bahn kommt. So habe ich die Gelegenheit, ein Foto zu schießen. Weiter geht es dann auf einen etwas breiteren Weg weiter bergauf. Kilometer 5 ist erreicht und da ich fleißig im Internet recherchiert habe, weiß ich: Es ist nicht mehr weit.... und so erreichen wir bald die Liesenfelds Hütte. Diese liegt bei 5,2 km exakt auf der Mitte der Strecke. Von hier oben bietet sich eine herrliche Aussicht auf die Hubertusschlucht mit dem gleichnamigen Viadukt der Hunsrückbahn. Hier sind natürlich auch die obligatorischen Fotos fällig. Wäre ja sonst so, als würde man nach Paris fahren, ohne den Eifelturm zu fotografieren. Weiter geht es dann zunächst ein kleines Stück bergauf durch herrlichen Mischwald. Jetzt im März ist der leider noch nicht sehr bunt, sondern eher trist, grade bei dem nicht so schönen Wetter. Aber der Weg hat seinen eigenen Flair und so stört es nicht, dass hier noch nichts grün ist. Wir marschieren an Kilometermarke Nr. 6 vorbei, biegen ab, weiter über eine kleine Wiese und schon haben wir wieder einigermaßen festen Boden eines Wirtschaftsweges unter den Füßen. Diesem folgen wir aber nicht lange, denn plötzlich geht es rechts kurz steil bergauf über in den Hang eingelassene Stufen auf einen schmalen Pfad. Kurz nach Kilometer 7 erreichen wir wieder einen breiten Wirtschaftsweg, dem wir zunächst an Kilometer 8 vorbei durch ein kleines Tag an einem Bach entlang stetig leicht bergauf folgen. Dann geht es wieder nach rechts und somit kurz, aber knackig bergauf. Oben angekommen laufen wir an Kilometer 9 vorbei und erreichen eine Passagen vorbei eine Weidewiesen mit Schafen, Kühen, Pferden und Obstbäumen. Wir kommen schließlich am Sabelsköpfchen an. Hier befindet sich eine Schutzhütte mit Sitgelegenheiten und einer schönen letzten Aussicht auf den Rhein und Boppard. Nun geht es bergab über einen schmalen Pfad am Hang entlang. Wir erreichen Kilometer 10 und wissen, dass wir es nicht mehr weit haben. Wir erreichen wieder den Talweg, auf dem wir uns vor dem Aufstieg zum Sabelsköpfchen schon befunden haben und folgen nun dem immer schmaler werdenden Pfad zurück nach Boppard. Oberhalb der Wohnhäuser geht es das letzte Stück entlang, vorbei an einer Weinstube und schon haben wir den Ausgangspunkt wieder erreicht. Es hat die ganze Zeit nicht geregnet und sogar die Sonne zeigt sich noch kurz. Auf halber Strecke nach Hause haben wir dann die ersten Regentropfen auf der Windschutzscheibe. 
 
Die Traumschleife Elfenlay besticht nicht nur durch herrliche Aussichten, sondern auch durch viele urige schmale Pfade. Der Weg ist das Ziel - diese Aussage passt hier besonders gut. Die Strecke ist vielseitig und wird nie langweilig und hat uns wirklich begeistert, auch wenn die Waldpassagen im März noch nicht allzu schön aussehen. Besonders schön stelle ich mir das ganze im bunten Herbst vor. Aber auch im Sommer kann man auf Grund der größtenteils schattigen Abschnitte auch bei Wärme bestimmt noch gut hier wandern. Die Strecke ist zwar "nur" 10,4 km lang, aber durch die knackigen Aufstiege und vielen schönen Aussichten sollte man genug Zeit einplanen. Wir waren 4,5 Stunden unterwegs, aber mit besserem Wetter und ein paar Grad mehr hätten wir uns sicher noch länger aufgehalten. 





Aufstieg parallel zu den Bahngleisen aus dem Ort heraus.








Serpentinenartig geht es zum ersten Aussichtspunkt.








Vorbei oberhalb an Weinbergen.








Auf der Elfenlay mit schöner Aussicht (Naja, je nach Wetter....).








Pfad abwärts in Mühltal.








Gleisüberquerung kurz vor km 3.








Bank mit Aussicht - nach unten.








Auf gleicher Höhe mit dem Mühlbach.








In Serpentinen geht es wieder bergauf zum nächsten Aussichtspunkt.








Aussichtspunkt mit Blick auf den Talbergtunnel - und Fahrplan.








Die Bahn kommt. Pünktlich.








Aussicht auf das Hubertusschlucht-Viadukt an der Liesenfelds Hütte.








Liesenfelds Hütte auf der Hälfte der Strecke.








Links: Üblicher Spazierweg. Rechts: Traumschleife.








Erklärt sich von selbst. Sollte man sich auch dran halten, denn......








.....die Anwohner passen genau auf!








Die auch!








Urige Pfade durch die Wälder unterhalb des Sabelsköpfchens.








Unterhalb des Sabelsköpfchens.








Brücke.








Weg zurück nach Boppard durch einen alten Weinberg.








Felsig und steinig geht es bergab.








Kilometer-Selfies


 
   
 
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