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  Hoher Knochen
 



Hoher Knochen - 5 km

[August 2016]

Unsere kleine Wanderung starten wir am Wanderparkplatz am Berghotel Hoher Knochen. Es geht zunächst rechts unterhalb vom Hotel entlang. Wir folgen zunächst dem Rundweg mit der Markierung A4. Dieser führt uns leicht steigend bergauf über einen Schotterweg. Die offene Strecke bietet schnell die ersten schönen Ausichten ins Lennetal, rüber zum Rothaarkamm nach Langewiese und zurückschauend zum Hömberg und natürlich zum Hotel, das aber nur zwischen den Bäumen zu erahnen ist. Ein paar hundert Meter wandern wir offen mit dieser schönen Sicht, bis wir in den Wald eintauchen. Aber auch zwischen den Bäumen hindurch können wir mal in Lennetal schauen.
 
Nach 1,4 km gabelt sich der Weg. Der A4 verlässt uns auf direktem Weg nach links zur Knochenspitze. Da wollen wir aber jetzt noch nicht hin, also wandern wir schräg rechts weiter auf dem X-Weg in Richtung Jagdhütten. Diese erreichen wir dann nach 2 km. Zumindest fast. Denn bevor wir an den Häusern ankommen treffen wir auf den Kahler-Asten-Steig, der zugleich die Golddorfroute von Westfeld darstellt. Wir biegen mit dieser Tour nach links auf einen schmalen Pfad den Hang hinauf ab. Der Astensteig wird uns nun für den Rest der Strecke begleiten. Markierungen sind das Golddorfrouten-Symbol und das schwarze Rothaarsteig-Symbol, das die dortigen Rundwege markiert.
 
So geht es nun also auf schmalem Pfad aufwärts. Zwischen den Tannen hindurch können wir die Jagdhütten sehen, oberhalb derer wir nun durch den Wald wandern. Der Pfad führt einmal am Hohen Knochen entlang, zwischendurch mit schöner Aussicht ins Tal und auf die Schwedenhütte unterhalb von Altastenberg. Wir kommen an der 11-km-Markierung des Astensteigs vorbei. Geht man die komplette 16 km lange Runde, kommt man pro km an einer Markierung vorbei. Da wir uns insgesamt 3 km lang auf dem Astensteig bewegen, werden wir folglicherweise noch den Markierungen 12 und 13 begegnen.
 
Nach insgesamt 3 km geht es bergauf und der Aufstieg zur Knochenspitze beginnt. Der Pfad kreuzt einen Waldweg und schlängelt sich dann weiter am Hang empor. Für die Mühe belohnt 300 m später eine herrliche Aussicht sowie ein Waldsofa und eine Rastbank. Das Waldsofa ist besetzt, so dass wir uns die Rastbank sichern, denn heute sind viele Leute unterwegs. Nach einer ausgiebigen Pause geht es weiter auf dem Astensteig über die Knochenspitze und dann nach rechts abwärts durch Laubwald. Wenige hundert Meter später gibt es eine neue Rastbank mit einer Infostation an einem alten Meilerplatz. Hier fehlen noch die Infoschilder, die Station ist noch in Arbeit.
 
Weiter geht es an der 12-km-Markierung des Astensteigs vorbei und danach kurzzeitig steil abwärts. Wir treffen auf einen breiten Waldweg, dem wir für 400 m folgen. Als wir die letzten Bäume hinter uns lassen, befinden wir uns genau unterhalb der Knochenspitze und vor uns eröffnet sich eine grandiose Aussicht! Wir sehen das Berghotel, Westfeld, den Rothaarkamm, den Wilzenberg, den Hirschberg, den Wesenberg mit dem NSG Rehhecke, wo auch Schwedensteig und Eulenweg verlaufen... Einfach herrlich! Hier könnte ich ewig stehen und gucken. Und auch hier gibt es eine neue Station des Astensteigs. Sie heißt passenderweise "Was ich sehe", beinhaltet aber zur Zeit nur eine Wanderkarte und ein paar mit Edding auf das Holz geschriebene Hinweise. Auch hier wird also was getan. Es ist schön, zu sehen, dass an diesem Weg immer wieder etwas gemacht und optimiert wird. Möglicherweise gibt es noch weitere Neuerungen auf dem Astensteig, aber da wir nur einen kleinen Teil davon gehen, kann ich dazu nichts sagen.
 
Nachdem wir uns dann von dieser tollen Aussicht losgerissen haben, geht es abwärts über einen schmalen Pfad zwischen Ginsterbüschen hindurch. Der Weg wird zum Singletrail und auf dem unebenen Boden muss man schauen, wo man hin tritt. Also besser stehen bleiben, wenn man den Blick in die Ferne schweifen lassen möchte. Ich bin hier fast jedes Mal umgeknickt, wenn wir dort langgegangen sind, weil ich es einfach nicht lassen kann, mich umzusehen beim laufen. Heute klappt es aber ausnahmsweise mal.
 
300 m lang ist dieser Abstieg, dann befinden wir uns oberhalb vom Hotel. Man könnte jetzt einfach über das Hotelgrundstück direkt zum Auto gehen (oder eine Einkehr einlegen), aber der Astensteig verläuft natürlich wesentlich attraktiver. Der führt uns nämlich jetzt auf einen schmalen Pfad durch Büsche hindurch. Auf dem zugewachsenen Weg kommt man sich kurzzeitig vor wie im Urwald. Wenig später erreichen wir ein Tretbecken, das gerne von den Hotelgästen genutzt wird, aber natürlich auch für Wanderer zugänglich ist. Es geht dann weiter an einem Sportplatz vorbei und durch ein Waldstück auf den nächsten Wiesenweg, der uns unterhalb vom Hotel zurück zum Auto führt. Kurz vorher passieren wir noch km 13 des Astensteigs mit einer Rastbank und dann ist diese wunderschöne Tour auch schon wieder beendet.
 
Ok, ganz ehrlich. Ich bin voreingenommen. Der Hohe Knochen ist mein Lieblingsplatz im Sauerland. Hier könnte ich ständig hin und natürlich gefällt mir hier einfach alles. Aber ich denke, wenn man eine kleine gemütliche Runde gehen möchte und trotzdem viel sehen, ist man hier generell gut aufgehoben. Von der 5 km langen Strecke verlaufen 3 km auf dem Astensteig, davon der größte Teil herrliche Pfade, oft schmale Singletrails. Es gibt tolle Aussichten und einige Rastmöglichkeiten.
 
Für noch mehr Erlebnis sorgt natürlich eine Wanderung auf dem kompletten Astensteig, das steht außer Frage. Aber wir waren an einem heißen Tag bei 30 Grad unterwegs und die waren hier in der Höhenlage gut auszuhalten. Ein wesentlicher Teil der Strecke verläuft entweder im Schatten oder bei Sonnenstücken zumindest abwärts. Lediglich die ersten paar hundert Meter mit leichter Steigung führen durch die pralle Sonne. So hat man bei Hitze den Vorteil, sich unter direktem Sonneinfluss nicht so sehr anstrengen zu müssen.
 
Bei Regen sind die Pfade natürlich dementsprechend matschig. Ein Teil des Weges ist im Winter auch als Loipe gespurt, das sollte man auch bedenken. Beste Wanderzeit ist hier also eher die trockene Jahreszeit nicht im Winter bzw. nicht bei Schnee.











Leichter Aufstieg über den A4 mit direkt schon toller Aussicht.








Pfad oberhalb der Jagdhütten








Aussicht zum Schwedensteig (rechts)








Waldpfad am Vorderen Hohen Knochen entlang








bRuno und Goldi bei km 11








Höhenrundweg mit Pfad zur Knochenspitze (links)








Pfad zur Knochenspitze








Aussicht von der Knochenspitze auf Westfeld (vorne links) und den Wilzenberg (hinten Mitte)








Kammweg auf der Knochenspitze









Meilerplatz mit Blick ins Lennetal und zum Rothaarkamm








Aussichtspunkt unterhalb der Knochenspitze








Abstieg zum Berghotel








Aussicht - Kann man sich da sattsehen?








Singletrail zurück zum Hotel/Parkplatz







Uriger Pfad am Hotel vorbei








Tretbecken (nicht nur für Hotelgäste, sondern auch für Wanderer)





 
   
 
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