siggipix - siggiwalx - Sigrid Müller - Wandern im Sauerland, Westerwald, Eifel, Mosel, Rhein, Siegen-Wittgenstein, Ostwestfalen, Traumpfade, Traumschleifen, Lahn-Dill-Bergland, Ederbergland, Burgwald
  Höhenrundweg Hoherodskopf Vogelsberg
 



Höhenrundweg Hoherodskopf - 8 km
[Juni 2017]

Unsere Wanderung starten wir am Parkplatz Taufsteinhütte. Hier werden 3,00 € Parkgebühren für das Tagesticket fällig. Wer sich die Parkgebühren sparen möchte, parkt auf dem Schotterplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder nutzt die Parkplätze "Heide" oder "Niddaquelle", um an anderer Stelle in die Tour einzusteigen. Wir wählen heute den Startpunkt Taufsteinhütte, weil wir von hier aus die Strecke in Richtung gegen den Uhrzeiger wandern. So kommen wir als erstes am Sendeturm Hoherodskopf vorbei und haben somit einen grade am Wochenende stark frequentierten Punkt dieser Wanderung schon einmal hinter uns, bevor es voll wird. Für einen Sonntag mit gutem Wetter ist diese Art zu starten also sehr zu empfehlen!
 
Vom Parkplatz aus huschen wir einmal zwischen den Bäumen hindurch und haben auch schon unsere Strecke erreicht. Diese ist mit einem grünen H markiert. Auf schönem Wiesenweg geht es einmal über die Hauptstraße und nun immer weiter leicht aufwärts in Richtung Sendeturm. Es dauert nicht lange und wir haben eine herrliche Weitsicht, die sich auch von diversen Rastbänken aus genießen lässt. Die Bergwiesen blühen herrlich bunt und die Sonne scheint vom blauen Himmel. Was für ein herrlicher Tag! Und diese Aussicht - der Hammer! Wir wandern diese Passage übrigens identlich mit der Extratouren-Markierung Vogelsberg, die die 14 km lange Extratour "Gipfeltour Schotten" markiert. Den Höhenrundweg kann man als Verlängerungsschleife für diese Extratour nutzen. Oder eben halt einzeln gehen. Wie man mag.
 
Den Sendeturm haben wir nach 900 m erreicht. Es geht hindurch zwischen Parkplätzen, Minigolf, Restaurants, Klettergarten und Sommerrodelbahn. Man erahnt, was später an so einem herrlichen Tag hier oben los sein wird. Noch ist alles ziemlich ruhig. Die Aussicht lassen wir nun hinter uns und tauchen in den Wald ein. Mal breitere Wege und mal schmalere Pfade führen uns einmal über eine Hauptstraße, bis wir nach insgesamt 2 km den Abzweig zum Bismarckturm erreichen. 300 m oberhalb vom Weg liegt der Turm, der momentan (Stand Juni 2017) aber leider gesperrt ist. Der Abtecher lohnt sich trotzdem, denn ein schöner Pfad führt über eine (nicht steile) Steintreppe hinauf und mitten im Wald finden wir gemütliche Rastmöglichkeiten.
 
Weiter geht es auf dem Hauptweg nun über eine geschotterte Passage zwischen mal dichteren und mal offeneren Waldstücken hindurch. 1,3 km später erreichen wir den Parkplatz "Heide". Von hier aus weist uns das grüne H nach rechts auf einen lange geradeaus führenden weiteren Schotterweg. Schräg links davon biegt aber ein schmaler Pfad in den Wald ab. Der sieht schöner aus und führt lt. meiner GPS-App sowieso später wieder auf den Weg. Also entscheiden wir uns natürlich für den Pfad. 300 m führt der Pfad meist als Singletrail parallel neben der Hauptstraße entlang. Möglicherweise hat man für den Höhenrundweg den breiteren Weg gewählt, um den Verkehrslärm schneller wieder hinter sich zu lassen. Immerhin sind hier ja auch viele Motorräder unterwegs. Für uns geht aber Pfad vor Lärm und daher wandern wir lieber mit Hintergrundgeräuschen über Singletrails anstatt über Schotter. Nichts gegen geschotterte Waldwege, aber wenn man schon die Wahl hat.... Nach den ersten 300 m des Singletrails müssen wir nach rechts abbiegen und nun wird es auch für uns ruhiger. Der Weg bleibt aber genauso schön. Der schmale Pfad führt mal durch Laub- und später durch Nadelwald, bis wir schließlich an einer Rastbank die eigentliche Strecke des Höhenrundwegs wieder erreichen. Von dieser Rastbank aus haben wir eine schöne Aussicht auf das Hochmoor, das hier am Weg liegt.
 
Nach insgesamt 4,7 km haben wir die Möglichkeit rechts abzubiegen und einen kurzen Abstecher zum Geiselstein zu machen. Den 300 m langen Abstecher sollte man unbedingt machen, denn er lohnt sich sehr. Der Geiselstein liegt mitten im Wald und kann über einen schmalen felsigen Pfad erklommen werden. Viel Aussicht gibt es zwar nicht, aber dafür ein landschaftlich wunderschönes Erlebnis! Wer sich den kleinen Ausflug auf den Geiselstein vornimmt, sollte unbedingt festes Schuhwerk tragen, denn auch wenn der Weg hinauf nicht lang ist, so ist doch gute Trittsicherheit erforderlich.
 
Weiter geht es dann zurück zum Hauptweg und von hier aus an einem weiteren Hochmoor vorbei. Immer wieder laden Bänke zu einer Rast ein. Nach insgesamt 6 km biegen wir nach links ab und dürfen nach einer etwas oberhalb des Weges gelegenen Rastbank die Niddaquelle nicht verpassen. Diese liegt direkt am Weg und das Wasser sprudelt im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Boden. Etwas später ein paar Meter weiter kommen wir dann auch am Rastplatz Niddaquelle vorbei. Der Weg wird nun etwas schmaler und führt an der Nidda und weiteren kleinen Bachläufen entlang. Mich hat diese Passage ein bisschen an die Wassergräben im Harz erinnert.
 
Nach knapp 7 km überqueren wir mal wieder die Hauptstraße und kreuzen den Parkplatz Niddaquelle. Von hier aus erreichen wir 300 m später einen Forellenteich. Ein sehr idyllisches Plätzchen, wo es ebenfalls die Möglichkeit zur Rast gibt. Der Wald öffnet sich und wir bekommen wieder weitere Aussicht. Vom Teich aus geht es noch einmal in den Wald, bis wir nach insgesamt 8 km wieder die Taufsteinhütte und den dortigen Parkplatz erreichen.
 
Für uns war das heute die erste Tour im Vogelsberg und wir sind begeistert von der tollen Landschaft! Die Gipfeltour Schotten kommt direkt auch auf die Liste für eine der nächsten Strecken dort.
 
Der Höhenrundweg hat viel zu bieten: Es gibt weite Aussichten, aber auch viel Wald. Durch die Höhenlagen kann man sich hier im Sommer also auch gut bei warmem Wetter aufhalten. An der Strecke gibt es viele Rastbänke und im Bereich Sendeturm und Taufsteinhütte auch diverse Einkehrmöglichkeiten. Die Wege verlaufen in guter Abwechselung mal auf Schotter und mal auf Pfaden. Die Höhenmeter sind kaum erwähnenswert. Alles in allem sicher auch eine schöne Strecke für Kinder, da sie nicht lang ist und es in gut aufgeteilten Abständen immer mal wieder was interessantes am Weg zu entdecken gibt. Da es viele Querwege gibt, kann man die Tour auch abkürzen, wenn die Kleinen mal keine Lust mehr haben.
 
Auf Grund der Tatsache, dass der Hoheordskopf mit seinen Freizeitmöglichkeiten und vielen ebenen Wegen, ein beliebtes Ausflugsziel ist, sollte man bedenken, dass es bei gutem Wetter am Wochenenende oder an Feiertagen sehr voll werden kann. Auch viel Sonntagsspaziergänger drehen hier ihre kleinen Runden. Uns sind unterwegs von anderen Wanderern mit ordentlich Gepäck von einer langen Tagestour bis hin zu Familien mit Kinderwagen oder Päärchen in Flip-Flops alle möglichen Leute begegnet.
 
Im Winter ist der Hoherodskopf ein Skigebiet, wo sich viele Wintersportler und vermutlich auch einige Winder-Wanderer oder Sparziergänger tummeln. Auch sollte man dann bedenken, dass in dieser Gegend einige Loipen verlaufen. Hierzu informiert ihr euch aber am besten beim dortigen Tourismusbüro.



Nachtrag 27.07.2017: Der Bismarckturm ist mittlerweile wieder geöffnet!











Schon nach wenigen hundert Metern gibt es diese tolle Aussicht.









Diese Markierung gehört zur Extratour "Gipfeltour Schott
en"









Sendeturm am Hoherodskopf









Aufstieg zum Bismarckturm









Der Turm ist zur Zeit leider geschlossen.









Diese Wegpassage gehört eigentlich nicht zur Strecke; wir haben etwas abgeändert.









Am Geiselstein









Lotti und bRuno auf dem Geiselstein









Auf- bzw. Abstieg









Hochmoor








Rastbänke gibt es immer wieder entlang der Strecke









Die Nidda









Aus der Niddaquelle sprudelt das Wasser richtig heraus.









Schöne Waldwege entlang von Gewässern









Am Forellenteich nähern wir uns dem Ende der Tour









Blick zurück





 
   
 
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