siggipix - siggiwalx - Sigrid Müller - Wandern im Sauerland, Westerwald, Eifel, Mosel, Rhein, Siegen-Wittgenstein, Ostwestfalen, Traumpfade, Traumschleifen, Lahn-Dill-Bergland, Ederbergland, Burgwald
  Grenzsteinweg Büren
 



Grenzsteinweg Büren - 14,7 km
April 2015

Gleich vorab: Die Original-Strecke des Grenzsteinwegs ist 17 km lang. Wir haben uns eine verkürzte Version zusammengestellt, die "nur" 14,7 km lang ist.

Los geht die Tour am Bahnhof Ringelstein, wo auch die historische Almetalbahn ihren Haltepunkt hat. Auf Wandertafeln kann man sich über die örtlichen Wanderwege informieren. Außerdem befindet sich hier auch ein Portal zur Sauerland Waldroute. Dieser folgen wir auf unserer Wanderung auch erst einmal. Es geht zunächst im Uhrzeigersinn die ersten Meter über einen breiten Waldweg, aber den verlassen wir sehr schnell und bekommen sofort einen Eindruck auf das, was uns erst einmal erwartet. Schmale, mit Wurzeln überzogene, urige Pfade. Kaum 5 Minuten vom Auto weg und schon sind wir begeistert. So kann es weiter gehen und das tut es auch. Mal werden die Pfade breiter, mal wieder schmaler. Auf kurze Passgen über breite Forstwege folgt sofort wieder der nächste Pfad. Die Waldtoure macht ihrem Namen alle Ehre und das macht Spaß! Am Vortag hat es zwar noch ordentlich geregnet und es dauert nicht lange, bis wir aussehen wie Schweine, aber das ist nebensächlich, denn die Freude steigt mit jedem Kilomter Pfad. Schließlich erreichen wir den "Zollpfosten". Dieser markiert die ehemalige Grenze zwischen dem Herzogtum Westfalen und dem Hochstift Paderborn. Außerdem befindet sich hier noch einmal eine Wandertafel und eine Rastmöglichkeit. Kurz nach dem Zollpfosten verlassen wir die Waldroute. Diese führt nach links über eine urige Brücke, wo wir kurz ein paar Fotos machen, bevor es auf der eigentlichen Tour weiter geht. Es folgt ein Abschnitt, an dem auf der rechten Seite Heidekraut den Weg säumt. Hier ist es besonders schlammig, aber ausweichen geht kaum, denn links ist ein Zaun und rechts im Heidekraut ein kleiner Abhang. Als wir die Passage hinter uns gelassen haben, folgt der Pfad einem Laubwald. Hier sehen wir besonders viele Grenzsteine. Auf einem sehen wir die Aufschrift "1379". Nach eine längeren Steigung erreichen wir das Dreiländereck. Hier treffen die Kreise Paderborn, Soest und der Hochsauerlandkreis aufeinander. Weiter geht es über Pfade nun leicht berab, mal schmaler, mal breiter, über zwei kleine "Brücken", bis wir schließlich einen breiten Schotterweg erreichen. Diesem folgen wir zur Schutzhütte Rüthener Ebene. Der Waldabschnitt auf der rechten Seite von uns ist durch den Sturm/Orkan von vor ein paar Wochen gesperrt, überall liegen Bäume oder hängen halb schief in anderen fest. Hier sollte man definitiv den Weg nicht verlassen. Zumindest nicht nach rechts. An der Rüthener Ebene treffen 5 Wege, u.a. auch wieder die Waldroute aufeinander und hier ist dann auch die Gelegenheit, die Tour abzukürzen. Ursprünglich wollten wir auf der Waldroute zurück zum Parkplatz wandern, das wäre noch ein bisschen kürzer, aber wir entscheiden uns für den S4/H7. Dieser bringt uns über breite Wirtschaftswege langsam bergab, an einer weiteren Schutzhütte vorbei, bis wir die Gleise der Almetalbahn erreichen. Hier treffen wir auch wieder auf den Grenzsteinweg und folgen diesem nach rechts zurück zum Parkplatz.

Eigentlich war es geplant, die Tour noch weiter abzukürzen. Dass wir hinterher 14,7 km auf dem Tacho hatten, hat uns selbst gewundert. Da hätten wir auch eigentlich fast die komplette Tour wandern können. Und das hätte sich bestimmt auch gelohnt, denn mit dem "Rüthener Blick" soll es auch noch einen Aussichtspunkt geben. Was es da genau zu sehen gibt, weiß ich aber nicht. Irgendwann möchten wir die Strecke noch einmal komplett wandern, aber da unsere To-Do-Liste lang ist und ich schon ahne, wie lange das dauern wird, stelle ich euch hier trotzdem erst einmal die verkürzte Variante vor. Einen GPS-Track habe ich auch erstellt.

Der Grenzsteinweg hat uns vor allem durch die vielen urigen Pfade begeistert. Wir sind eigentlich keine Freunde von reinen Wald-Strecken, sondern brauchen immer schöne Aussichten dabei. Bei dieser Tour hat man (bei unserer Variante) keine Aussichten und trotzdem haben wir viel Freude an der Strecke gehabt. Wenn es geregnet hat, muss man darauf eingestellt sein, dass es sehr schlammig ist. Auch trocknen tief im Wald einige Stellen nicht so schnell. Mit ein bisschen Sorgfalt hat man aber nichts zu befürchten. In der verkürzten Variante ist die Strecke nach der Rüthener Ebene, also die "Abkürzung" nicht mehr so spannend, weil es nur noch über breite Wirtschaftswege geht. Vielleicht ist die Abkürzung über die Waldroute interessanter. Das müsst ihr aber selbst herausfinden.













Direkt zum Toureneinstieg so ein Pfad macht Lust auf mehr!









Grenzsteine säumen den Weg.









Waldroute = Schlammroute









Urige Holzbrücken über kleine Bäche









Zollpfosten an der Grenze Herzogtum Westfalen/Hochstift Paderborn









Hier verlässt uns die Waldroute über diese schöne Brücke.









Dreilängereck: Paderborn, Soest und HSK









Schmale Pfade und immer wieder diese "Brücken"









Sturmopfer









Schutzhütte an der Rüthener Ebene









Abkürzung









An den Gleisen der Almetalbahn treffen wir wieder auf den Hauptweg.









Weg zurück nach Ringelstein.




 
   
 
SpeedCounter.net - Kostenloser Besucherzähler