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  Bergbauwanderweg Ramsbeck
 



Bergbauwanderweg Ramsbeck - 9,7 km

[Januar 2016]

Es ist ein eiskalter, aber sonniger Nachmittag im Januar. Heute wollen wir uns endlich den Bergbauwanderweg in Ramsbeck anschauen, der schon viel zu lange auf unserer To-Do-Liste wartet. Was uns genau erwartet wissen wir nicht; wir vermuten aber, dass es eine gemütliche Tour wird. Deswegen gehen wir auch recht spät los.

Der Startpunkt der Tour befindet sich am Bergwerksmuseum in Ramsbeck in der Glück-Auf-Straße. Hier steht auch ein großer Parkplatz zur Verfügung, der heute aber recht leer ist. An der Grubenbahn finden Renovierungsarbeiten statt, was in diesen Wochen wahrscheinlich weniger Besucher anlockt. Uns ist das nur recht so.

Der Weg verläuft zunächst ein paar hundert Meter an der Straße entlang und biegt dann nach rechts ab. Mit dem Kreuzweg geht es bergauf und wir haben schnell die ersten schönen Aussichten auf Ramsbeck. Die Sonne scheint und mit jedem Meter höher wird es einem schnell warm, auch wenn an schattigen Stellen noch der Raureif glitzert. An einer Kreuzung geht es nach links und wir wandern nun erst einmal auf gleicher Höhe oberhalb des Ortes entlang. Oberhalb von Ramsbeck auf der anderen Seite entdecken wir eine alte Halde und vermuten, dass wir dort später noch lang kommen werden. Mit dieser Vermutung liegen wir richtig. Aber nun führt uns erst einmal der Kreuzweg oberhalb von Ramsbeck zu einer kleinen Kapelle. Wer nun denkt, die Steigung sei damit erst einmal vorbei, täuscht sich. Es geht weiter aufwärts bis zur nächsten Gabelung, an der wir links abbiegen. Nun geht es am Bastenberg durch urigen Tannenwald an einem Hangweg weiter. Am Rand schimmert grünes  Moss zwischen Schieferfelsen. Solche Wege mag ich, auch wenn mir sonst offene Passagen besser gefallen. Wir passieren ein Kreuz, das verunglückten Bergleuten gewidmet ist und erreichen bald darauf einen ehemaligen Stollen. Eine Infotafel und eine Bank mit schöner Aussicht bieten sich für eine Pause an. Wenige hundert Meter weiter gibt es das nächste Highlight: Ein alter Kamin ragt am Weg auf, davor eine Lore und nebenan einige Rastbänke. Einen Zaunpfosten nutzen wir, um die Kamera für ein Selfie zu platzieren. Danach geht es langsam wieder bergab in Richtung Ramsbeck. Der Weg wird holprig und quert Schierablagerungen unterhalb des Kamins, den wir nun von weiter unten am Berg noch einmal sehen können. Kurz bevor wir Ramsbeck erreichen, zweigt der Bergbauwanderweg auf einen Wiesenweg nach rechts ab und führt uns wieder vom Ort weg. Wir erreichen die Hauptstraße, die wir aber nicht sofort überqueren, sondern vorher gibt es noch einen Abstecher zu einem ehemaligen Hüttenwerk mit weiteren Bergbaurelikten. Nachdem wir die Hauptstraße und die Valme über eine Brücke überquert haben, geht es auf einem schmalen Pfad am Hang entlang bergauf. Vorbei an einem weiteren Infopunkt erreichen wir einen Wiesenweg mit schöner Aussicht. Von hier aus können wir auch noch einmal den Kamin sehen, vor dem wir kurz vorher noch gestanden haben. Wir überqueren eine kleine Nebenstraße und wandern nun zu der Halde, die wir schon auf dem ersten Teil des Weges immer wieder gesehen haben. Es geht über Steinbrocken immer weiter aufwärts. Oben angekommen wartet ein Rastplatz mit schöner Aussicht und ein weiterer ehemaliger Stollen. Der Bergbauwanderweg verläuft nun oberhalb von Ramsbeck auf einem weiteren Hangweg und schlängelt sich danach langsam, teilweise auch mal kurzzeitig etwas steiler wieder hinunter in den Ort. Wir durchwandern kurz ein Wohngebiet und queren die Hauptstraße und haben bald darauf schon wieder die Glück-Auf-Straße erreicht, die uns auf den letzten paar hundert Metern wie schon bekannt zum Parkplatz zurückführt. Kurz nachdem wir im Auto sitzen, wird es dann auch schon langsam dunkel. Aber eigentlich hätten wir uns gerne noch länger aufgehalten.

Die Tour verläuft zwar zum Großteil auf geschotterten oder asphaltierten Wegen, hat aber auch einige Pfade zu bieten, die bei Eis und Glätte heikel werden können. Hier wandert man besser bei trockenem Wetter. Rastmöglichkeiten gibt es genug und wem die Strecke mit Kindern zu lang, der kann sie auch gut aufteilen und nur einzelne  Passagen erwandern.

Der Bergbauwanderweg Ramsbeck hat uns in zwei Punkten sehr überrascht: Erstens ist er nicht so einfach, wie wir gedacht haben. Mittlerweile hat der den Spitznamen "Bergaufwanderweg" bekommen. Aber die Mühe lohnt sich! Denn zweitens ist die Tour viel schöner und interessanter, als wir gedacht haben. Alles in allem waren wir positiv überrascht! Wir hatten schon befürchtet, dass es außer ein paar Infotafeln möglicherweise gar nicht so viel zu sehen geben könnte, aber hier kann man Bergbau hautnah erleben und mit den alten "Überbleibseln" und Stollen bleibt die Strecke immer spannend. Dazu kommt noch eine herrliche Landschaft. Diese Kombination macht die Tour zu einer sehr empfehlenswerten Strecke, die ich jedem nur ans Herz legen kann. In diesem Sinne.... Glück auf! Ab nach Ramsbeck!











Auf dem Kreuzweg









Am Wegesrand









Aussicht vom Kreuzweg auf Ramsbeck









Lotti macht Pause









Dieses Kreuz ist verunglückten Bergleuten gewidmet.









Rastbank mit schöner Aussicht direkt gegenüber vom...









... Venetianerstollen









Kalt war's.









Kamin am Bastenberg mit Rastplatz...









... und Lore fürs Erinnerungsfoto









Lotti hat bei ein paar Holländern im Garten eine Kuh getroffen und durfte dort sogar posen.









Waldpfad bergauf









Aussicht auf Ramsbeck, den Bastenberg und den Kamin









Hier geht es trotzdem durch.









Am Haldengelände machen sich die feste Schuhe dann spätestens nützlich.









Abraumhalde









Immer wieder herrliche Aussicht.









Ehemalige Bergarbeitersiedlung und vorne das Besucherbergwerk









Abstieg zurück in den Ort.



 
   
 
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