siggipix - siggiwalx - Sigrid Müller - Wandern im Sauerland, Westerwald, Eifel, Mosel, Rhein, Siegen-Wittgenstein, Ostwestfalen, Traumpfade, Traumschleifen, Lahn-Dill-Bergland, Ederbergland, Burgwald
  Sundern Stockum Waldlehrpfad Wintrop St1
 



Sundern-Stockum: Waldlehrpfad und Wintrop - 7 km


Los geht unsere Tour am Wanderparkplatz Schwermecketal in Sundern-Stockum. Von hier aus gehen wir ein Stück entlang der Zufahrtsstraße zurück und biegen dann scharf nach rechts auf den Waldlehrpfad ab, den wir jetzt in entgegengesetzter Richtung gehen. Da die Wegmarkierung nur in der anderen Richtung angebracht ist, ist Vorsicht geboten, keine Abbiegung zu verpassen. Die erste gibt es auch schon nach 200 m: Hier biegen wir scharf links ab und befinden uns auf einem schmalen Hangkantenweg, der uns immer weiter aufwärts führt. Der Weg mündet schließlich in einen Wiesenweg am Waldrand entlang, von dem aus wir schöne Aussicht auf Stockum und die umliegenden Dörfer haben.

Nach knapp 1 km dürfen wir am Waldrand eine Abbiegung nach links nicht verpassen. Sie führt uns vom Forstweg auf einen weichen Wiesenweg, der uns zum nächsten Waldstück bringt. Knapp 700 m später treffen wir auf den
Rundweg Sauerländer Siebengebirge, mit dem wir nun gemeinsam ein kleines Stück auf festem Weg bergauf wandern. 300 m später trennen sich unsere Wege aber auch schon wieder, denn wir halten uns rechts. Mit schöner Aussicht geht es zu einer von vielen am Wegesrand. Diese Bank ist recht neu aufgestellt und wir wollen uns eine erste kleine Pause gönnen. Dabei entdecken wir den Hinweis "Zum Kreuz", der auf einen Weg hinter der Bank verweist, der anscheinend zum Spitzen Kahlenberg hinaufführt. Ein Gipfelkreuz also. Fast hätten wir das Schild übersehen, da auch dieses in entgegengesetzter Richtung angebracht ist, wie man den Waldlehrpfad anscheinend auch gehen sollte. Die Neugierde auf Gipfelkreuz und Aussicht ist geweckt; also geht es auf zum Kreuz. Der Weg dorthin ist nur 300 m lang, aber teilweise sehr steil. An den Wegrändern reiht sich ein Ameisenhaufen an den nächsten und die kleinen Tierchen sind auch überall auf dem Weg. Hier an einer steilen Stelle auszurutschen, ist also nicht nur schlecht für die Knochen, sondern würde wahrscheinlich auch einige Ameisen zum Angriff übergehen lassen. Hab ich erwähnt, dass wir unsere Stöcke im Auto gelassen hatten?

Schließlich sind wir oben angekommen. Beim Aufstieg hat man schnell gemerkt, warum dieser Berg "Spitzer" Kahlenberg heißt: Neben dem Weg fällt der Berg steil zu beiden Seiten ab (Den"Stumpfen" Kahlenberg gibt es übrigens nebenan). Oben angekommen öffnet sich der Wald und wir erreichen eine erste Rastbank. Leider voll mit Ameisen. Unmittelbar am Kreuz gibt es einige Bänke, die noch keine Sitzfläche haben. Anscheinend ist hier noch Baustelle, denn auch eine Infotafel ist noch nicht bestückt und das "Namensschild" des Bergs sieht sehr neu aus. Hier wird auf jeden Fall gearbeitet und bald ist bestimmt alles richtig schön. Richtig schön ist aber jetzt schon das Waldsofa, das etwas weiter hinter dem Kreuz steht. Hier gibt es keine Ameisen, aber tolle Aussicht auf Stockum und alles, was drumherum liegt. Ein noch besseres Plätzchen für eine Pause als unten!

Nach dieser kleinen Pause geht es auf dem bekannten Weg vorsichtig wieder runter zum Hauptweg. Nähere Ameisenbekanntschaften müssen wir zum Glück nicht machen.

Wir wandern auf einem Waldweg einmal am Fuße des Bergs entlang und erreichen nach insgesamt 3 km eine Gabelung, an der wir uns links halten müssen. Nun stehen die Wegweiser für den Waldlehrpfad wieder in unsere Richtung. Warum auch immer... Möglicherweise gibt es zwei Runden, die man als einzelne Abstecher gehen kann...? Wir folgen jedenfalls ab jetzt den Wegschildern und gelangen auf einen schmalen Hangkantenweg, der uns am Fuße des Spitzen Kahlenbergs entlangführt. Vorbei an einer weiteren Rastbank und einzelnen Ginstersträuchern, die jetzt Ende April schon langsam die ersten Blüten aufweisen, wandern wir vorbei an weiteren Infotafeln und Ameisenhaufen, bis wir nach insgesamt 3,5 km aus dem Wald heraustreten. Nun verlassen wir den Waldlehrpfad und halten uns rechts. Jetzt folgen wir wieder für 500 m dem Rundweg Sauerländer Siebengebirge. Die Strecke verläuft auf einem Asphaltweg mit vielen blühenden Bäumen am Wegesrand. Den WaldlehrPFAD haben wir hinter uns gelassen, somit auch die schönen Pfade? Jetzt geht es erst mal auf befestigtem Weg weiter.

An der Kreuzung "Geizäs" verlassen wir den Rundweg Sauerländer Siebengebirge weiter und biegen nach rechts ab. An einem Rastplatz mit Kreuz biegen wir wieder rechts ab und wandern zwischen Tannenschonungen mit dem Ortsweg St1 bergauf. Asphalt und Schotter sind schnell wieder Geschichte; vor uns liegen schöne weiche Wiesenwege. Und diese bieten nach einem kurzen knackigen Aufstieg auch schnell schöne Aussichten. Wir erklimmen nun die Wintrop, einen der Sieben Berge, die dem Sauerländer Siebengebirge seinen Namen geben. Der zuvor erklommene Spitze Kahlenberg gehört übrigens auch dazu. Das Gipfelkreuz der Wintrop liegt versteckt hinter einer Rastbank etwas abseits vom Wegesrand und kann schnell übersehen werden. Alte Bänke unmittelbar am Kreuz deuten darauf hin, dass es hier früher mal eine tolle Aussicht gegeben haben muss. 1995, als das Kreuz aufgestellt wurde. Heute stehen überall Bäume und man kann kaum noch etwas von der Aussicht erkennen, außer unmittelbar vom Weg aus. Wenn man auf dem Hauptweg weiter geht, gibt es jedoch ein paar Meter später die Möglichkeit, sich rechts zu halten. Hier gelangt man zu einer Rastbank mit schöner Aussicht auf Stockum.

Vorbei am Umsetzer geht es nun abwärts nach Stockum zurück, immer noch auf schönem Wiesenweg, später auf Schotter wechselnd. Nach insgesamt 5,5 km verlassen wir den St1, der nun links abbiegt. Wir halten uns rechts und wandern in einer großen Kurve auf Asphaltweg durchs Tal zurück zum Parkplatz.

Diese Wanderung hat uns sehr positiv überrascht, weil wir nicht mit so schönen Pfaden und so vielen Aussichten gerechnet hatten. Ausgesucht hatte ich die Strecke eher als "Notlösung" an einem Gewittertag, da man die Tour an einigen Stellen abkürzen kann und nie allzu weit weg ist vom Parkplatz. Gewitter haben wir nicht abbekommen, sondern nur tolles Wetter und eben viele schöne Wegführungen. Wenn auch die Strecke nicht allzu lang ist, kann man sich jedoch eine ganze Weile aufhalten; es gibt viele Fotomotive und Rastplätze, an denen man einfach mal die Seele baumeln lassen kann.

Da die Tour nicht einheitlich markiert ist und man insbesondere am Anfang den Waldlehrpfad gegen die vorgegebene Richtung wandert, sollte man unbedingt den GPS-Track oder zumindest eine Karte benutzen.

Also, ab nach Stockum! Es lohnt sich!











Schöne Pfade nach wenigen hundert Metern









Wiesenweg mit Aussicht auf Stockum









Vis-a-vis
















Wer hier wohl wohnt?









Wir treffen auf den
Rundweg Sauerländer Siebengebirge.









Aufstieg zum Spitzen Kahlenberg








Aussicht vom Spitzen Kahlenberg









Ulrich und Rudi haben den Gipfel erklommen!









Hangkantenweg am Fuße des Bergs
















Sie prägen unsere Tour in diesem Wegabschnitt...









Frühling - alles blüht!









An diesem Rastplatz treffen wir auf den St1.









Wiesenweg mit Aussicht an der Wintrop









Das Gipfelkreuz der Wintrop (errichtet 1995) ist mittlerweile zugewachsen und liegt abseits vom Weg.
















Blick zur Rehbergkapelle









Auf Asphaltweg im Schwermecketal zurück zum Parkplatz