siggipix - siggiwalx - Sigrid Müller - Wandern im Sauerland, Westerwald, Eifel, Mosel, Rhein, Siegen-Wittgenstein, Ostwestfalen, Traumpfade, Traumschleifen, Lahn-Dill-Bergland, Ederbergland, Burgwald
  Hollenpfad Bödefeld
 

 


 
 
Golddorfroute Bödefeld (Hollenpfad) - 10 km


Der Bödefelder Hollenpfad ist zugleich die dortige Golddorfroute und trägt außerdem die Wegmarkierung B5. Somit haben wir drei Wanderzeichen, denen wir folgen können, was eine sehr gute Orientierung möglich und Karte oder GPS überflüssig macht.
 
 
 
 
 
Wir starten unsere Tour an der Kirche in der Ortsmitte von Bödefeld. Hier gibt es auch Parkmöglichkeiten. Diese sind vor der Kirche direkt an der Straße unter der Woche zwar zeitlich begrenzt, aber ein kleines Stück weiter die Straße runter ist ein weiterer Parkplatz hinter der Kirche ausgeschildert, wo man unbegrenzt parken kann. Alternativ kann man die Tour auch vom Wanderparkplatz Unterm Nonnenstein aus beginnen.
 
 
 
Wenn wir an der Kirche starten, geht es zunächst bergauf, am Kindergarten vorbei auf einen Waldweg oberhalb des Ortes. Diesem Weg folgen wir ein Stück, vorbei an einer Wiese mit Hochlandrindern, bis es wieder hinunter in den Ort geht. Dort überqueren wir die Hauptstraße und halten uns links. Nun gelangen wir auf einen Fußweg und verlassen langsam aber sicher die festen Wege. Ab hier finden sich immer wieder einzelnen Holztafeln, die über die Entstehung und die Geschichte von Bödefeld informieren. Am Ende des Weges halten wir uns links und gelangen an den Spielplatz "Walkenmühle". Von dort aus führt der Fußweg weiter am Bach "Palme" entlang, durch ein Waldstück, vorbei an Holzzwergen in Richtung Wanderparkplatz Unterm Nonnenstein. Hier befindet sich auch ein sehr schön angelegtes Tretbecken mit einem Bachlauf.

Nachdem wir uns dort erfrischt haben, geht es nach rechts weiter und kurz darauf links den Berg hinauf. Ab jetzt beginnt der Anstieg zum Hollenhaus, einem großen Felsen. Der Anstieg erfolgt weiter oben über einen breiten Waldweg. Unterhalb des Hollenhaus informiert eine Tafel über dessen Geschichte: Früher lebten hier Fabelwesen, die Hollen, die den Menschen wohlgesonnen waren, jedoch durch deren Habgier verschreckt wurden und das Hollenhaus verließen. Vom Weg aus kann man zum Hollenhaus hinaufschauen und den großen Felsen sehen.

Weiter oben führt uns ein Pfad schließlich auf das "Dach" des Hollenhauses, von wo aus man einen schönen Ausblick über Bödefeld hat. Ein Tisch mit Bänken läd zu einer Rast an dieser schönen Location ein. Nach einer Pause geht es dann weiter über einen schmalen Pfad abwärts. Schließlich kommen wir am Wildgehege und an der Vogelstange vorbei. Wir folgen einem breiten Waldweg und gelangen an eine Rasthütte mit einem weiteren schönen Blick auf Bödefeld. Von dort aus folgen wir dem Waldweg nur noch wenige Meter, bis es schließlich links bergauf geht. Der Weg wird zu einem schmalen serpentinenartigen Pfad, an dessen Ende wir den Gipfel des Kehlenberg erreicht haben. Ein Hinweisschild "Gipfel 10 m ->" deutet auf das Gipfelkreuz hin, das man tatsächlich leicht übersehen kann, wenn man stramm den Weg lang marschiert. Dabei gibt es auch hier noch mal eine schöne Gelegenheit zur Pause mit einer Bank zwischen den Bäumen.

Weiter geht es dann durch den Wald und schließlich durch einen schmalen Pfad nach rechts, bis wir zum Rastplatz "Waldesruh" gelangen. Hier drehen sich an einem kleinen Bach verschiedene Wasserräder ("Schlapperrad"). Eine urige Holzbrücke führt darüber hinweg und am Rand des Baches zieren verschiedene Holzfiguren die Landschaft. Leider hat an diesen schon der Zahn der Zeit genagt, was das ganze aber irgendwie noch uriger macht.


Nach einer Pause geht es dann weiter auf einem schmalen, mit Wurzeln übersäten Pfad. Ein Holzgeländer bietet den nötigen Halt, denn es geht jetzt bergab auf Wurzeln und Tannenzapfen. Sobald wir das geschafft haben, gelangen wir auf einen breiten Wirtschaftsweg. Dieser führt aus dem Wald hinaus und man geht noch ein paar hundert Meter oberhalb von Bödefeld durch Felder und Wiesen. Anschließend folgt noch ein Schlenker durch ein Waldstück parallel zur Hauptstraße und man gelangt wieder in den Ort. Vorbei an der Schützenhalle geht es durch eine Gasse dann wieder Richtung Kirche.
 
 
 
Für uns ist der Hollenpfad eine der schönsten Routen überhaupt und sehr zu empfehlen! Zum ersten Mal wanderten wir die Strecke, als wir grade mal ein paar Monate Wandererfahrung gesammelt hatten. Damals haben wir die Strecke noch als recht knackig und die Steigungen als ordentlich eingestuft. Mittlerweile - nach ein paar Jahren Erfahrung mehr - würden wir die Strecke eher als nicht so anstrengend beschreiben. Und wer doch schnell an den Steigungen außer Puste sein sollte, hat oft genug die Gelegenheit, eine der vielen Rastmöglichkeiten zu nutzen. Außerdem ist der wesentliche Teil der Strecke schön schattig, so dass man dort auch im Sommer noch gut gehen kann. Auf Grund der holprigen Strecke sind Wanderstöcke sehr hilfreich, besonders wenn es geregnet hat.

Wie der Name HollenPFAD schon vermuten lässt, ist der Anteil an festen Wegen sehr gering. Das macht natürlich den besonderen Reiz dieser Route aus. Bei "Schlammwetter" oder Glätte im Winter ist allerdings Vorsicht geboten, da einige Stellen, besonders auf den Wurzeln sehr glatt sein können.





Spielplatz Walkenmühle mit Dorfbach Palme









Tretbecken Unterm Nonnenstein









Aussicht vom Hollenhaus









Auf dem Dach des Hollenhauses








Hinweisschild zum Kehlenberggipfel









Gipfelkreuz am Kehlenberg









Rastplatz Waldesruh









Waldesruh









Aussicht auf Bödefeld









Rückweg nach Bödefeld




~~ 2 Jahre später, anderes Wetter, aber genauso schön! ~~





Herrliche Waldpfade









Auch wenn sie hier etwas "rustikal" aussieht, so ist die Wegmarkierung doch absolut vorbildlich!
















Rastplatz mit schönem Blick auf Bödefeld
















Kleine Figuren am Wegesrand - Goldi und Ranger Ralf gehören da natürlich nicht zu









Wurzelpfade









Eine weitere Schutzhütte (hinten links im Bild) mit Blick auf Bödefeld
















Die schwarze Hand von Bödefeld lässt sich in der Kirche anschauen. Um sie gibt es viele Geschichten.