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  Westfeld-Wesenberg-Rehhecke
 



Westfeld: Wesenberg, Rehhecke & Teppichweg - 8,5 km
Juli 2015


Wir starten unseren Rundweg direkt in der Ortsmitte von Westfeld gegenüber der Kirche, wo sich auch das Wanderportal befindet. Unser Wegzeichen ist im Wesentlichen der W1, den wir später nur kurzzeitig einmal für wenige hundert Meter verlassen werden.

Wir wandern die Tour im Uhrzeigersinn, was bedeutet, dass wir uns zunächst nach Westen, d. h. Richtung Oberkirchen, halten. Es geht direkt bergauf aus dem Ort heraus. Nachdem wir die letzten Häuser hinter uns gelassen haben, führt uns der Weg zunächst kurzzeitig ohne Steigung an einer Weidewiese vorbei in Richtung Wald. Hier geht es dann erst einmal bergauf und wir gewinnen ordentlich an Höhe. Zwei Wegkreuzungen passieren wir, dabei geht es immer geradeaus weiter und immer weiter nach oben. Zunächst durch Laubwald, danach zwischen hohen Tannen auf einem steinigen Weg, der uns sehr an den X27 zwischen den Jagdhütten und dem Kahlen Asten erinnert.

Als wir erst einmal die wesentliche Steigung hinter uns haben, stehen wir auf einem breiten Wirtschaftsweg. Der W1 biegt hier nach links ab, führt um den Wesenberg herum und später an einer Köhlerhütte vorbei. Eigentlich. Wir entdecken aber ein Schild, dass auf die Höhenvariante hinweist und uns mit den Worten "Schöne Aussicht!" lockt. Für Aussichten sind wir immer zu haben, also marschieren wir natürlich noch weiter nach oben. Das Wetter ist zwar diesig und zugezogen und sehen wird man wohl kaum was, aber wenn wir schon mal hier sind... Also geht es noch weiter hoch. Der Weg wird zu einem schmalen Pfad, der zunächst zwischen Tannen hindurch und dann offen durch hohes Gras auf den Gipfel des Wesenbergs führt. Oben angekommen sehen wir... nichts. Naja, zumindest nicht viel. Unter den Wolken, die sich gaaaanz langsam verziehen, kann man Westfeld sehen bzw. erahnen. Bei schönem Wetter mit blauem Himmel und den obligatorischen weißen Foto-Deko-Wölkchen muss es herrlich sein hier oben! Eine Bank gibt es auch, um die Aussicht zu genießen, aber heute ist das nichts für uns. Wir gehen weiter und machen uns an den Abstieg. Der verläuft ganz schön holprig durch einen ausgewaschenen Fahrweg und endet unten in einer großen Matschpfütze an einer Kreuzung. Von links führt die normale Variante des W1 heran und nun folgen wir diesem weiter über einen Waldpfad zum Naturschutzgebiet Rehhecke, wo eine kleine Heidelandschaft und eine Schutzhütte auf uns warten. Als wir hier ankommen, lichten sich die Wolken noch mehr und wir können das erste mal ein klitzekleines bisschen blauen Himmel entdecken. Das wird noch mit dem Wetter auf dieser Tour!

Nach einer kleinen Pause an der Schutzhütte wandern wir weiter auf dem W1, der hier übrigens parallel mit dem Eulenweg Nordenau verläuft. Es geht über die Rehhecke weiter zum Hubertusstein, wo wir den W1 nun kurzzeitig verlassen. Dieser führt nämlich geradeaus weiter, aber wir halten uns rechts auf dem X27. An der nächsten Kreuzung wenige hundert Meter weiter unten, haben sich aber X27 und W1 schon wieder vereint und führen uns über einen Wiesenweg abwärts nach Ohlenbach, wo eine Einkehr in der Bauernschänke möglich ist. Wir wandern nun erst einmal auf Asphaltweg weiter, vorbei an einem Spiel- und Grillplatz mit Tretbecken, bis uns die nächste Weggabelung wieder aufwärts in die Felder führt. Der Asphaltweg endet schließlich und wir nähern uns einer Wegkreuzung mit einer Bank, wo wir eine Pause machen. Nun ist die Sonne richtig rausgekommen und wir können die herrliche Sicht um uns herum genießen. Hinter uns sehen wir die Rehhecke und den Wesenberg, vor uns den Hohen Knochen mit dem gleichnamigen Berghotel.

Weiter geht es nun bergab über einen Wiesenweg am Waldrand entlang. Nach diesem Abstieg biegen wir nach rechts ab und erreichen den "Teppichweg". Dieser führt uns mit herrlicher Aussicht auf Westfeld zum Dorf zurück. Die Sonne strahlt vom Himmel und meine geliebten weißen Foto-Deko-Wölkchen sind auch da. Was will man mehr? Fast perfekt. Fast. Was fehlt? Kühe! Genau, die Kühe fehlen! Aber die kommen zum Glück auch noch für ein abschließendes Kuh-mit-Aussicht-bei-Sonnenschein-und-blauem-Himmel-Foto. Jetzt ist die Tour perfekt! Bevor es langsam bergab ins Dorf geht, können wir rechts oberhalb von uns noch einmal zum Wesenberg schauen, wo wir eine Weile zuvor bei diesigem, bewölktem Himmel gestanden und kaum was gesehen haben. Jetzt wäre es klasse da oben. Aber das bekommen wir ein anderes Mal bestimmt auch noch hin. Für uns geht es jetzt erst einmal zurück zum Startpunkt, wo unser Auto wartet. Die letzten Meter verlaufen durch das Dorf und das präsentiert sich so, wie man es von Westfeld gewohnt ist: Ordentlich, schön, gepflegt und einfach schick. Ein richtiges Bundesgolddorf eben! Ich bin ja eher ein Freund von Touren, die schnell aus dem Ort heraus führen, aber hier genießt man auch die Strecken im Ort noch.

Ich muss zugeben, dass die Tour nicht ganz so einfach war, wie ich es mir gedacht hatte. Statt der Halbschuhe wären die Wanderstiefel sicher die bessere Wahl gewesen, besonders auf dem puckeligen Boden am Wesenberg. Aber die Aufstiege haben sich für die Aussichten in jedem Fall gelohnt. Die Tour ist an vielen Stellen offen, die Anstiege verlaufen jedoch meist im Schatten und vor allem am Anfang, so dass man ab der Hälfte der Tour das Schwierigste hinter sich gelassen hat. Für mich auf jeden Fall eine Tour, die ich gerne noch mal wandern möchte!


Nachtrag September 2016:
Mittlerweile sind wir auch die zweite Hälfte des W1 gewandert. Die Strecke wird auch als Schwedensteig bezeichnet, da sie zur Schwedenhütte bei Altastenberg führt. Die Beschreibung zu diesem Teil der Strecke gibt es
hier.










Auf geht's! Im wahrsten Sinne des Wortes...









"Dieser Weg ist steinig und schwer"...








Oben angekommen geht's... noch weiter nach oben!









Am Wesenberg gibt es schöne Aussichten. Man erahnt sie trotz des Wetters.









Bank mit Panoramablick.









Schöne Aussicht.









Es geht etwas holpring wieder bergab.









Hier treffen beide Varianten - W1 und W1H - wieder aufeinander.









Pfad zur Rehhecke.









NSG Rehhecke mit Heidelandschaft.









Mein neuer Wanderpulli. Ich mag ihn









Passage auf dem Nordenauer Eulenweg.









Im Hintergrund sehen wir Nordenau.









Pfad abwärts nach Ohlenbach.









Pfad oberhalb der Bauernschänke in Ohlenbach.









Weg aus Ohlenbach heraus.









Blick zum Hohen Knochen mit Berghotel.








Teppichweg









Aussicht auf Westfeld vom Teppichweg.









Hinten: Hirschberg bei Oberkirchen, vorne rechts: Wesenberg. Jetzt bestimmt mit schönerer Aussicht









Kühe halt

 
   
 
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