siggipix - siggiwalx - Sigrid Müller - Wandern im Sauerland, Westerwald, Eifel, Mosel, Rhein, Siegen-Wittgenstein, Ostwestfalen, Traumpfade, Traumschleifen, Lahn-Dill-Bergland, Ederbergland, Burgwald
  Westfeld W3 Kalte Kirche
 



Westfeld W3 - 10,9 km
[Januar 2016]

Wenn einem eine bestimmte Location besonders gut gefällt, möchte man natürlich gerne noch mal hin. Interessanter finde ich es dann aber, dieselbe Location auf anderem Weg zu erreichen, um die zusätzlich noch etwas Neues zu sehen zu bekommen. So kam ich auf den Rundweg W3 in Westfeld. Der führt nämlich am NSG Kalte Kirche vorbei, von wo aus man eine tolle Aussicht hat. Im Herbst 2014 sind wir dort bereits auf der Golddorfroute Oberkirchen vorbeigekommen und waren sehr angetan von der weiten Sicht. Also sollte es noch mal hingehen, aber eben auf anderem Weg.
 
An einem regnerischen Morgen im Januar ging es dann los. Das Wetter sollte später besser werden, da haben wir uns dann einfach mal drauf verlassen. Zuerst schüttete es aber wie aus Eimern während der gesamten Hinfahrt. Geparkt haben wir am Skilanglaufzentrum am Ortsausgang von Westfeld, wo sich auch der Startpunkt des Astensteiges befindet. Da der W3 - wie die anderen Rundwege auch - hier nicht unmittelbar vorbeiführt, müssen wir einen kleinen Zuweg in Kauf nehmen. So geht es zunächst in die Dorfstraße, dann scharf links und an der Gabelung rechts in die Straße "Auf der Ennest". Es regnet fröhlich vor sich hin und wir haben schon vorsichtshalber unsere Regenjacken angezogen. Dann in der Ferne ein Blitz und Donnergrollen. Im Sommer wäre das für mich ein Grund, direkt abzubrechen, denn Gewitter geht mal gar nicht. Aber bei knapp über 0 Grad im Winter kann selbst ich ein "Gewitterchen" nicht ernst nehmen. Wir halten einen Moment inne und gehen dann weiter. Nach guten 700 m erreichen wir den eigentlichen W3 und gehen nach links, um die Strecke mit dem Uhrzeiger zu wandern, was sich auch als gute Entscheidung herausstellt. Das Gewitterchen ist vorbei, aber nun haben wir dicken Graupel. An einem Waldstück stellen wir uns windgeschützt hinter Tannen unter und warten den starken Schauer ab. Als es nur noch leicht regnet mit vereinzelten Schneeflocken dazwischen, gehen wir weiter. Der W3 führt uns stetig, aber nicht steil bergauf. Kurz bevor wir den Wanderparkplatz Ennest erreichen, können wir zurückschauen und den Hömberg sehen, dahinter der Hohe Knochen. Der Blick nach vorne ist aber viel spannender, denn es hört nicht nur langsam auf zu regnen, sondern es ist auch blauer Himmel hinter den Wolken zu erahnen, die sich nun langsam über dem Rothaarkamm lichten. Nach guten 2 km erreichen wir den Wanderparkplatz Ennest. Die wesentliche Steigung ist damit erst einmal geschafft, der Regen ist vorbei und die Sonne kommt raus! Was für ein Timing!
 
Nun wandern wir entspannt ohne Steigung aber mit herrlicher Aussicht oberhalb der B 236 entlang in Richtung Oberkirchen. Auf die dortige Golddorfroute treffen wir nach insgesamt 3,5 km an Döpps Feldscheune. Gemeinsam mit der Golddorfroute geht es in Richtung NSG Kalte Kirche, welches wir nach insgesmt 5,3 km erreichen. Da ist sie, die herrliche Aussicht auf Oberkirchen und den Wilzenberg und weit hinein ins Schmallenberger Sauerland! Die Sonne scheint, aber einige harmlose Wolken dekorieren den Himmel. Das sieht einfach klasse aus! Es werden an einer Bank die üblichen Fotos geschossen; Selfies hier, Ömmel da... Danach geht es noch ein kleines Stück weiter, wo eine Schutzhütte auf uns wartet. Hier machen wir unsere Pause und knabbern Brötchen und Kekse. Dach geht es noch ein kleines Stück auf der Golddorfroute weiter, die uns dann aber nach links auf einen Wiesenweg verlässt. Wir wandern gemächlich abwärts, einen Kreuzweg entlang, bis wir wieder Westfeld erreichen. Es geht noch einmal quer durch den Ort durch die Dorfstraße. Der W3 macht aber kurz vor Ende der Tour noch einmal eine Abbiegung nach rechts und es geht noch ein letztes Mal bergauf. Der Weg führt am Waldrand entlang und wir haben noch einmal eine schöne Aussicht auf Westfeld und im Hintergrund zu einer Seite den Teppichweg, über den der W1 führt sowie den Hohen Knochen mit dem Astensteig weiter hinten. Wir erreichen schließlich den Gabelungspunkt, an dem uns die Straße durch das Wohngebiet wieder zurück zum Parkplatz führt.
 
Der W3 verläuft im Wesentlichen auf festen, vorwiegend geschotterten Wegen und kurzzeitig auch mal auf Asphalt. Das hat den Vorteil, dass man ihn auch gut nach Regenwetter gehen kann. Auch bei moderater Schneelage oder etwas Glätte dürfte man hier noch gut durchkommen, wobei die Strecke aber nicht unbedingt zu den geräumten Wegen gehören dürfte. Was an der Wegbeschaffenheit möglicherweise nicht allzu spektakulär klingt, holen die schönen Aussichten wieder raus. Für uns eine angenehme Strecke für den Winter, wenn man mal nicht abschätzen kann, ob andere Wege zu gehen sind. Diese Tour zeigt mal wieder, dass auch ganz einfache Ortswanderwege Spaß machen können!
 









Suboptimales Wanderwetter - Der Knochen im Hintergrund ist trotzdem schön









Aufstieg im Regen









Schöne Aussicht oberhalb der B 236.









Oberhalb der B 236 geht es mit weiter Sicht entlang.









Waldsofa-Blick an Döpps Feldscheune. Hier treffen wir auf die Golddorfroute Oberkirchen.









Herrliche Aussicht, zu genießen auch von einer Bank aus. Hinten links der Wilzenberg, rechts der Hirschberg, mittendrin Oberkirchen und überall drumherum das weite Sauerland.









Anton und Waldemar haben heute zwei Freunde mit dabei









NSG Kalte Kirche









An der Kapelle









Den Kreuzweg geht es hinunter nach Westfeld.









Bachlauf oberhalb des Dorfes.









Zurück in Westfeld. Nun sieht der Knochen noch schöner aus in der Sonne :)









Tschüssi! Bis bald!




 
   
 
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