siggipix - siggiwalx - Sigrid Müller - Wandern im Sauerland, Westerwald, Eifel, Mosel, Rhein, Siegen-Wittgenstein, Ostwestfalen, Traumpfade, Traumschleifen, Lahn-Dill-Bergland, Ederbergland, Burgwald
  Traumschleife Ehrbachklamm
 



Traumschleife Ehrbachklamm - 10,5 km

[August 2016]

An einem sonnigen Spätsommertag geht es für uns Richtung Hunsrück, denn wir wollen endlich die Ehrbachklamm erkunden. Auf dem Plan steht die Traumschleife in Komibination mit der Schöneckschleife. Wir parken auf dem ausgewiesenen Parkplatz in Oppenhausen, der schon direkt ab Ortsausgang ausgeschildert ist, wenn man aus Richtigung B 327/A 61 kommt. Von hier aus geht es zunächst noch ein paar hundert Meter zum eigentlichen Startpunkt. Hier wird man dann automatisch so geleitet, dass man die Tour gegen den Uhrzeiger geht und das machen wir dann auch so.
 
Die Traumschleife führt uns zuächst durch offene Felder mit weiter Sicht über die Hunsrück- und Eifelhöhen. Nach 1,3 km tauchen wir in den Wald ab und es geht langsam abwärts. Mal über breitere Waldwege, mal über schmalere Pfade am Hang geht es vorbei an einem ersten Aussichtspunkt mit Rastbank immer tiefer ins Tal hinunter. Nach 3 km erreichen wir die Eckmühle, wo grade ein Kinderferienlager stattfindet. Überall sind Zelte aufgebaut und wir müssen uns kurz umschauen, wo denn nun genau die Strecke weiter verläuft. Glücklicherweise bemerken die Camper schnell unser Problem und weisen uns auf die nächste Wegmarkierung hin, die wir vor lauter Zelten so schnell nicht gesehen hatten. Nun sind es noch wenige Meter, bis wir schließlich den Ehrbach erreichen, der uns nun auf unserer Tour durch die Klamm begeleiten wird. Der Weg wird schmaler und geht mal höher, mal niedriger am Hang entlang. Je tiefer wir in die Klamm kommen, desto felsiger wird die Strecke. An zwei Stellen gibt es Trittstufen, an diversen anderen Stellen sind schwierige Passagen mit Seilen gesichert. Ich bin bei solchen Gegebenheiten zwar eine ziemliche Bammelbuchse, aber da genau die schwierigen Stellen Seile haben, komme ich gut klar und habe keine Probleme auf dem Weg. An zwei Stellen mache wir eine ausgiebige Rast auf schönen Bänken. Es wird ausgiebig fotografiert, Langzeitbelichtungen müssen natürlich bei dem vielen plätschernden Gewässer auch sein. Wir gucken hier und gucken da, bleiben immer mal wieder stehen und staunen einfach nur über die herrliche Kulisse, die wir hier vor Augen haben. Die Ehrbachklamm ist wirklich ein Erlebnis! Wir könnten stundenlang hier sitzen oder stehen und einfach nur gucken. Man möchte kaum weitergehen.
 
Aber irgendwann muss man dann doch mal seine Tour fortsetzen und nach 6,5 km lassen wir dann schließlich die Klamm hinter uns und es geht an den Aufstieg. Dieser gestaltet sich als felsig und steil. Teilweise sind Stufen in den Hang eingelassen. Auf halber Höhe erreichen wir einen Rastplatz mit Blick auf Schloss Schöneck, wo unsere Tour uns eigentlich noch vorbeiführen sollte. Eigentlich. Das haben wir aber inzwischen verworfen, nachdem wir für die Strecke bis hierher schon über 3 Stunden gebraucht haben. Wer weiß, was auf der Verlängerung noch kommen würde, dann wären ja bis in die Nacht unterwegs! So ist klar, dass wir nicht die Schöneckschleife wandern, sondern uns nur auf die Traumschleife allein beschränken. Unsere Eindrücke aus der Klamm sind schon so toll, dass sich die Tour auch so gelohnt hat.
 
Also geht es von hier auf nun weiter auf der Traumschleife zurück nach Oppenhausen. Was mal eben so in einem Satz erwähnt ist und recht unspektaklulär klingt, ist allerdings viel schöner, als wir gedacht haben. Wir hatten vermutet, nun über Wald- und Hangwege zurückgeleitet zu werden. Das ist zwar auch tatsächlich so, aber an der Strecke liegen noch einige weitere schöne Aussichtspunkte wie der Rauschenburg-Blick und die Petersley sowie die Teufelskanzel und die Teufelsschlucht. Es geht mal aufwärts, mal abwärts, teilweise eng und felsig am Hang antlang und immer wieder gibt es wunderschöne Ausblicke ins Tal. Wenn man die Traumschleife Ehrbachklamm googelt, findet man immer wieder Fotos aus der Klamm selbst, dabei ist der Rückweg oberhalb im Wald ebenfalls wunderschön und nicht zu vernachlässigen.
 
Am Winkelholzberg geht es dann noch das letzte Stück durch einen Wald, der zum dortigen Kindergarten gehört. Hier finden sich viele kleine Basteleien am Weg, die schön gestaltet sind. Auch einen Rastplatz gibt es hier kurz vor Ende der Tour auch noch mal. Als wir den Wald hinter uns lassen, sind es nur noch ein paar hundert Meter zum Startpunkt und von dort dann natürlich noch das kleine Stück zurück zum Parkplatz. Mein Tracker hat 11,4 km bei einer Dauer von genau 6 Stunden aufgezeichnet. Da wäre die Schöneckschleife wirklich keine Option mehr gewesen. Wir sind trotzdem glücklich und zufrieden von dieser tollen Tour.
 
Dass die Ehrbachklamm wunderschön und landschaftlich einfach der Hammer ist, muss ich bei den vielen Blogeinträgen, die es schon darüber gibt, wohl eigentlich gar nicht mehr erwähnen. Wir sind jedenfalls auch total hin und weg. Und auch für Bammelbuchsen wie mich ist das Durchkommen sehr gut zu schaffen. Also alles prima. Fahrt hin, Leute!

 










Weite Aussicht über den Hunsrück









Abstieg in die Klamm









Ankunft in der Klamm









Man kann sich vorstellen, dass hier bei Hochwasser der Weg unbegehbar ist.









Lichtspiele









Ranger Ralf nach einem unfreiwilligen Bad im Ehrbach...









Fotolocations ohne Ende!









Die Kletterpassagen sind gut gesichert, die Seile geben Halt.








Diese kleinen Kletterpassagen sind selbst für mich kein Problem.









Steiler, felsiger Aufstieg aus der Klamm









Schöneck-Blick









Peterslay









Von diesen kleinen Kerlchen wimmelte es nur so auf den felsigen Hangwegen.









Aussicht von der Teufelslay.









Hangweg unterhalb der Teufelslay.









Teufelsschlucht









Theaterkplatz am Winkelholzberg









Tierpräparate sind nicht jedermanns Sache. Aber diese hier am Kindergarten boten grade ein interessantes Motiv.









Start und Ziel






 
   
 
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