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  Naturhistorischer Wanderweg Menden
 



Naturhistorischer Wanderweg Menden - 8 km

[März 2016]

Der Naturhistorische Wanderweg startet eigentlich in der Stadtmitte von Menden. Wir wählen aber als Startpunkt den Hexenteich aus, weil dieser in unserer Richtung liegt und die Parkplatzsuche hier natürlich nicht allzu problematisch ist. So haben wir eine Anfahrt von grade einmal 10 Minuten. So nah haben wir bisher keine Tour vor der Haustür gehabt. Das Wetter ist heute recht ungemütlich und immer wieder sind Regenschauer möglich. Da ist die kurze Anfahrt sehr willkommen; außerdem wollte ich schon immer mal eine Strecke am Hexenteich erkunden, der für sich allein genommen ja leider auf Grund der geringen Größe doch recht schnell angeschaut ist.

Los geht es also am Parkplatz am Hexenteich. Wir wandern mit dem Uhrzeiger, was bedeutet, dass wir uns zunächst in Richtung Innenstadt halten. Zuerst geht es auf ashpaltierem Fußweg los, den wir aber hinter der "Alm" schnell verlassen. So haben wir weiche Erdwege unter den Füßen, die heute natürlich herrlich matschig sind. Die Wege werden schmaler und pfadiger und führen uns stetig bergab zur Ruine der Rodenburg. Hier sind nur noch wenige Mauern erhalten; sie befindet sich unmittelbar am Stadtrand oberhalb des Hallenbads. Von der Ruine führt uns ein breiter Fußweg dann oberhalb von Menden entlang am Waldrand. Zwischen den Bäumen hindurch können wir Aussichten auf die Stadt erhaschen. Schließlich geht es dann wieder aufwärts. Die eigentliche Strecke würde uns nun zurück in die Stadt führen, aber wir sind ja dort nicht gestartet und sparen uns diesen Schlenker dann dementsprechen auch. Stattdessen halten wir uns rechts bergauf in Richtung Antoniuskapelle. Sie ist das Ende des Kreuzwegs und zieht jedes Jahr tausende Gläubige an. Für uns ist hier eher das große Fragezeichen angesagt, denn während der GPS-Track uns unmittelbar hinter den Gärten am Ortsrand von Menden entlangführen möchte, sagt die Wegmarkierung etwas anderes, nämlich gar nichts. Irgendwie finden wir kein Z im Kreis mehr, das sonst eigentlich den kompletten Rundweg markiert. Wir entschließen uns, dem GPS-Track zu folgen und wandern so nun durch den Mendener Stadtwald am Ortsrand entlang. Die Wege sind schmal, matschig und ausgetreten. Aber immerhin Pfade. So geht es weiter auf den Rothenberg, wo uns das weiße Z im Kreis nun wiederbegegnet. Wir folgen diesem durch Waldpfade, die sich sehr einheitlich darstellen: Ausgelatscht wie ein paar alte Schuhe. Über die Matsche gibt es natürlich beim heutigen Regenwetter nichts zu meckern. Das ist halt so und auch ok. Wir wandern ein ganzes Stück so weiter, bis wir schließlich unterhalb des Lahrbergs aus dem Wald heraustreten. Nun geht es über Asphaltwege in Nähe des Flugplatzes Barge entlang, dort auch mal kurzzeitig über eine Nebenstraße, auf der aber nicht allzu viel los ist. An einem Windrad oberhalb von Oberoesbern geht es wieder auf schöne Pfade nach rechts in den Wald. Diese führen uns hinter einem Hof vorbei, über Wiesenwege und einen kleinen Steg über den Limbergsbach. Wir erreichen schließlich die Kreisstraße, die uns zum Hexenteich geführt hat und folgen nun dem Karl-Heinz-Dürwald-Weg zurück. Es geht noch einmal um den Hexenteich und schon haben wir unseren Ausgangspunkt wieder erreicht. Der Naturhistorische Rundweg macht eigentlich noch einen Schlenker auf der anderen Seite der Straße und führt dafür nicht direkt am Hexenteich vorbei, aber da wir uns lieber den Teich anschauen wollen, lassen wir diesen Schlenker weg. Natürlich kann man auch beides kombinieren.

Da geht man nun eine Runde, die wirklich absolut fast vor der Haustür liegt und die kürzeste Anfahrt ever enthält und das Fazit ist.......... keine Ahnung. Wirklich: Ich war noch nie so ratlos bei der Meinungsbildung zu einer Tour. Ich habe - ganz ehrlich - keine Idee, ob mir die Strecke gefallen hat oder nicht.  Auch Monate später, als ich diesen Text schreibe, keine Ahnung.

Fakt ist: Die Tour hat einen großen Anteil an Pfaden, den wir so absolut nicht erwartet haben. Aber nicht jeder Pfad ist auch schön zu gehen. So sind grade hier die Wege im Mendener Stadtwald sehr ausgetreten. Wenn die Matsche dann trocknet, werden wahrscheinlich die buckeligen Matschspuren und Rinnen zu einer unschönen Puckelpiste, wo man zusehen muss, dass man nicht wegknickt. Das sind Pfade, die man nicht unbedingt haben muss. Aber das kann ich auch nur einschätzen. Möglicherweise ist es gar nicht so schlimm.

Ein Vorteil der Strecke ist, dass sie viel Schatten bietet und auch an warmen Tagen gut zu gehen ist. Von der Richtung her düfte es auch egal sein, wie rum man geht, da es keine besonders schwierigen Steigungen oder Gefälle gibt.

Alles in allem könnte ich mir also durchaus vorstellen, dass die Strecke Potential hat, doch gar nicht mal so schlecht zu sein, wenn man anderes Wetter hat und vielleicht die Wege anders durchgelaufen sind. Eine weite Anfahrt lohnt sich hierfür wahrscheinlich eher nicht, aber allen, die in der Gegend wohnen oder mal unterwegs sind, möchte ich die Strecke empfehlen. Auch wenn sie uns nicht so gut gefallen hat. Klingt irgendwie verpeilt, ist aber so. Wenn jemand die Tour nachwandert, würde ich mich jedenfalls über ein Feedback sehr freuen!


















Ruine Rodenburg









Jupp an der Rodenburg
















Aussicht auf Menden









Antoniuskapelle
















Ausgetretene, matschige Wege, egal ob Hauptweg oder Alternativstrecke...









Feldpassage zwische Barge und Oesbern









So'n warmes Süppchen wär jetzt was....









Über mangelnden Pfadanteil kann man sich hier auf jeden Fall nicht beklagen!
















Ankunft am Hexenteich









Jupp und Otto posen auf alten Wurzeln









Die urigen Bäume und Abhänge bieten schöne Fotomotive









Schuhe "putzen"....









Der Hexenteich - ohne Sonne besonders mystisch




 
   
 
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